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Nächster Termin
 Hockenheim
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13.-15.04.
 
Punktetabelle
#FahrerPkt
1J. Bunkus151
2C. Gerhard150
3P. Kuismanen146
4A. Irmgartz136
5R. Snel130
6D. Schrey125
6H. Spies125
8R. Lutz120
9J. Bernhard108
10I. Piechota107
 
Termine 2012
#StreckeDatum
Hockenheim15.04.
Nürburgring27.05.
Hockenheim17.06..
Spa22.07.
Zolder19.08.
Assen02.09.
Nürburgring20.10.
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Finale STT H&R Cup Nürburgring

Gerhard holt Sieg und Titel

 

Top 3
Zufrieden nahm Christopher Gerhard bei der Siegerehrung am Samstagabend die zwei Pokale für die Klassensiege entgegen. Wieder hatte er die Porsche 997 Cup Klasse gewinnen und als Sahne- häubchen sogar noch das erste Rennen als Gesamtsieger beenden können. Damit endete die Saison für den Viersener fast so, wie sie im Mai begonnen hatte. Damals hatte er die Saison ebenfalls mit zwei Klassensiegen eingeleitet.
Mit dem Meistertitel 2009 gab es dann den verdienten Lohn für die starke Saison. Zuvor musste Christopher Gerhard aber noch zittern, denn auch der kleinste Fehler konnte bestraft werden. Daniel Schrey (Chrysler Viper GTS-R) hatte genau wie Joachim Bunkus (Triumph Dolomite) und Rüdiger Klos (Porsche 996 GT2) noch Chancen auf den Titel. Einen Ausfall durfte sich keiner an diesem Wochenende leisten. Bereits im Zeittraining wurde das Terrain abgesteckt. René Snel sicherte sich zweimal deutlich die Pole für beide Rennen. Dahinter platzierte sich die schnelle Meute der 911er Cup Porsche. Im ersten Zeittraining stellte Christopher Gerhard seinen Porsche neben den des Niederländers. Heinz-Bert Wolters und Christian Ott (beide 997 Cup) teilten sich die zweite Startreihe. Erst auf Startposition fünf folgte Daniel Schrey. Dem wurde es heißer als gewünscht, als die Viper wieder einmal freudig Flammen sowohl nach außen, als auch nach innen warf. Nach nur drei Runden war das zweite Training für Schrey beendet. Insgesamt schien an diesem Wochenende der Defektteufel dem STT Feld anzuheften. So erwischte es gleich zu Beginn Sascha Ernst im VW Vento. Karl Fischlin kam im schönen Mitsubishi Evo VIII nur zwei Runden weit. Ebenfalls aufladen musste Alexandra Irmgartz, nachdem sie bei ihrer STT Premiere den Porsche 964 RSR auf Startposition 14 im ersten Zeittraining pilotiert hatte. Von Problemen geplagt war auch Jürgen Hohenester in dem eigentlich für Bergeinsätze gedachten Hohenester Audi A4. Mit Startposition fünf im zweiten Quali deutete der Gaimersheimer aber das Potential des Fahrzeuges an.




Gleich beim Start legten die STT Fahrer los wie die Feuerwehr. Christian Ott erwischte René Snel hinten am Heck, was dem einen die vordere Lampe und dem anderen viele Plätze kostete. Christopher Gerhard nutzte den Trubel aus um in Führung zu gehen und gleich etwas Abstand herauszufahren. " Ich hatte meine neuen Reifen ins Quali investiert und dadurch die erste Startreihe herausgefahren. So hatte ich zu Beginn des Rennens die Möglichkeit etwas Abstand aufs Verfolgerfeld zu gewinnen, was sich als vorteilhaft erwies" erklärte Gerhard. Hinter Christopher Gerhard bildete sich eine Dreiergruppe um die Cup Porsche von Christian Ott, Heinz-Bert Wolters und Ulrich Becker. Sven Fisch (V8 STAR) und Rüdiger Klos kämpften dahinter um den fünften Gesamtplatz. Erst auf Rang sechs wurde Daniel Schrey geführt, der bei der Anfahrt Mercedes Arena Volker Bähr im Porsche 993 überholen konnte. Der Leverkusener lieferte im luftgekühlten 911er eine starke Vorstellung ab und fuhr mitten unter den starken Klasse 1 Fahrzeugen. Eine weitere Kampfgruppe hatte sich mit Jörg Lorenz (Porsche dp 935), Joachim Duscher (Audi 80 Turbo) und Jack Rozendaal (Porsche 996 Turbo) gefunden. Durch die vielen Gaststarter beim Saisonfinale gab es gerade im Mittefeld etliche Positionskämpfe. Richtig gut angehen ließ es der in Berlin wohnhafte Australier Ben Lake. Im ersten Rennen ohne Trainingszeit von hinten gestartet, lag er im Porsche 996 GT3 Cup nach wenigen Runden bereits auf dreizehn. Verbessern konnte sich ebenfalls Dr. Thomas König, der sich Pierre Bonhôte im Mitsubishi Evo 7 geschnappt hatte. Der Schweizer war mit seinem Mitsubishi endlich nicht mehr allein in der Klasse unterwegs und hatte mit Christian Hofmaenner auf einem weiteren Evo Verstärkung mit in die Eifel gebracht. Der ehemalige Swissair Pilot blieb seinem Landsmann das gesamte Rennen über auf den Fersen.




An der Spitze schien das Rennen bereits entschieden, doch plötzlich war Christian Ott an Christopher Gerhard dran. Beim Anbremsen der Mercedes Arena verschätzte sich Ott aber, so dass Gerhard ohne Probleme seinen dritten STT Gesamtsieg nach Hause fahren konnte. Mit 3,821 Sekunden Rückstand lief der Pilot von TKS Motorsport als Gesamtzweiter ins Ziel ein. Dritter wurde nach starker Aufholjagd René Snel vor Heinz-Bert Wolters und Ulrich Becker. „ Der Dreher war natürlich ärgerlich, aber danach war es ein tolles Rennen, das für mich noch einigermaßen gut ausging,“ resümierte Rene Snel. Sven Fisch war nach einem Dreher in der NGK Schikane noch hinter Rüdiger Klos auf Platz sieben zurückgefallen. „Ich bin hier mit alten Reifen unterwegs und habe einfach zu wenig Grip. Dazu kommen noch die niedrigen Asphalttemperaturen. Das Auto hat aber viel mehr Potenzial“, resümierte der Stuttgarter. An dieser Stelle hatte bis zur zehnten Runde Daniel Schrey gelegen, der die Viper dann aber mit technischen Problemen abstellen musste. Damit war die Meisterschaft entschieden. 14,5 Punkte waren in dem verbleibenden Rennen nicht mehr aufzuholen. Ben Lake landete auf einem starken achten Gesamtplatz. Damit holte er sich den Klassensieg in der Klasse 2 bis 4000 ccm vor Dr. Thomas König und Walter Vonwyl im Porsche 996 GT3 RS. Volker Bähr fing auf der Start- und Zielgeraden noch Jack Rozendaal ab. Die Klasse 3 bis 3500 ccm gewann Pierre Bonhôte, nachdem Joachim Duscher mit gebrochenem Achsschenkel ausgefallen war. Weitere Klassensiege gingen an Markus Bohn (Opel Kadett C), Helmut Maier (VW Spiess Golf) und Joachim Bunkus, der damit beste Chancen auf den Vizetitel hatte. Pech hatte Jochen Thissen im Opel Astra, der wohl auf Platz zwei in der 2-Liter Klasse gelandet wäre. Eine gerissene Antriebswelle hatte für den Ausfall gesorgt und so STT Erststarter Wilfried Lechte (BMW 318iS) den zweiten Klassenplatz beschert. Während Christopher Gerhard völlig entspannt in das zweite Rennen starten konnte, war bei Joachim Bunkus und Rüdiger Klos noch etwas Nervenkitzel angesagt. Daniel Schrey trat erst gar nicht mehr zum Rennen an, so dass er kampflos seinen zweiten Platz abgeben musste. „Insgeheim hatte ich eh nicht mehr mit der Meisterschaft gerechnet. Hätte es geklappt, wäre es natürlich schön gewesen. Aber dafür war die Saison einfach zu unbeständig“, so Schrey.


Start-und Zielsieg für den"Fliegenden Holländer"


Der Start war somit eine klare Angelegenheit für René Snel, der bereits auf der Start- und Zielgeraden einen kleinen Vorsprung hatte. Dahinter erwischte Heinz-Bert Wolters den besten Start. In der NGK Schikane leistete sich Wolters einen Dreher. "Ich hatte mir während der Einführungsrunde einen Reifenschaden vorne rechts eingefangen und deswegen sprang mir schon in der ersten Rennrunde beim Anbremsen der NGK Schikane der Reifen von der Felge. Ich hatte keine Chance mehr mein ausbrechendes Auto einzufangen. Zum Glück ist bei diesem heftigen Abflug nur die Felge kaputt gegangen. Die Enttäuschung war aber um so größer und tut jetzt noch weh, denn ich hatte durchaus die Chance den Klassensieg zu erringen" erklärte ein enttäuschter Heinz-Bert Wolters. Christian Ott profitierte am meisten davon und schob sich auf Position zwei. „Eigentlich erwischte ich den besseren Start. Doch hat mich Christian Ott stark blockiert, so dass ich zurückstecken musste.In der NGK Schikane musste ich wegen dem Dreher vom Gas, so dass Ott knapp zwei Sekunden wegkam“, erklärte Christopher Gerhard die turbulente erste Runde. Hinter Gerhard hatte sich Michael Tischner eingereiht, der für das zweite Rennen Ulrich Becker`s Porsche übernommen hatte. Ben Lake hatte beim Start drei Positionen gut gemacht und lag auf Position fünf vor Rüdiger Klos und Volker Bähr. Ein schönes Duell lieferten sich Joachim Bunkus und Helmut Maier, die beide aus der STT nicht wegzudenken sind. Dahinter folgten die drei Schweizer Walter Vonwyl, Pierre Bonhôte und Christian Hofmaenner. Auf dem Weg nach vorne befand sich Sven Fisch, der Runde um Runde weiter nach vorne kam. Gegen Rennmitte lag der V8 STAR Pilot bereits auf dem sechsten Platz und die fünfte Position von Ben Lake war in greifbarer Nähe. Dann jedoch steuerte der Stuttgarter die Boxen an. „Ob jetzt sechster oder zehnter war egal. Ich wollte einfach sicher gehen, dass alles ok ist und ob die Mannschaft von außen etwas erkennen kann“, so Sven Fisch. Während René Snel mit 15 Sekunden Vorsprung Saisonsieg Nummer sechs einstrich, wurde es dahinter spannend. Christopher Gerhard tauchte immer größer im Rückspiegel von Christian Ott auf, der den Klassenkonkurrenten nicht abschütteln konnte. In der letzten Runde setzte sich Gerhard in der NGK Schikane neben Ott und zog in der darauffolgenden letzten Kurve noch vorbei. 0,163 Sekunden trennte die Beiden beim Überqueren der Ziellinie. Michael Tischner fuhr vor Ben Lake und Rüdiger Klos auf die vierte Position. Lake gelang damit der zweite Sieg in der Klasse 2, wieder vor Dr. Thomas König und Walter Vonwyl. Volker Bähr gelang auf Position sieben erneut der Sprung unter die ersten zehn. Jack Rozendaal, Jörg Lorenz und Sven Fisch komplettierten die Top 10. Durch den Sieg bei den 2-Litern sicherte sich Joachim Bunkus den Vizetitel. Erneut vom Pech verfolgt war der Opel Astra mit Franz-Josef Fischer und der VW Golf von Marcel Ernst. Während Fischer den Astra bereits nach dem Start abstellte, musste Ernst nach sechs Runden die Segel streichen. Dadurch rückte Wilfried Lechte erneut auf Platz zwei in der Klasse nach vorne.




Bei den 1,6 Litern war Helmut Maier wieder stark unterwegs. Zwar musste der Passauer gegen Rennende Christian Hofmaenner passieren lassen, der Klassensieg vor Heinz-Bernd Dreisilker und Petra Kolic-Wiese war ihm aber nicht zu nehmen. Hofmaenner siegte bei den Fahrzeugen bis 3500 ccm vor Pierre Bonhôte. Markus Bohn war ebenfalls zum zweiten Mal in der Klasse vorne. Nach einem spannenden Saisonfinale geht der STT H&R Cup in die Winterpause, ehe 2010 das 25-jährige Jubiläum ansteht. Mit 16 Gaststartern war der Abschluss in der Eifel stark besetzt und macht Lust auf mehr in der nächsten Saison. Zuvor werden aber noch am 28. November die STT Fahrer auf der Essen Motorshow vor großem Publikum geehrt.

Patrick Holzer